Der Tech-Refresh meiner Netzwerk-Infrastruktur

von Nico Sahm
12. August 2022
4 Minuten zu lesen
Autor
Nico Sahm
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Kategorien:
  • Netzwerk & Firewall
  • Netzwerkinfrastruktur

Der Tech-Refresh meiner Netzwerk-Infrastruktur

„Meine Switches laufen seit sechs Jahren tadellos…“, „Wir hatten mit den Geräten nie irgendwelche Probleme…“, „Wofür brauchen wir denn 10G ?“, “Meine Access Points laufen doch” – All diese Aussagen sind nachvollziehbar. Und dennoch ist es trügerisch aus diesen Gründen von einem Tech-Refresh der Netzwerkgeräte abzusehen.

So sieht ein extrem hoher Uptime eines Switches aus

Fehlerhafte Technik kann Ihr Unternehmen lahmlegen

Die Netzwerkinfrastruktur bildet die Basis Ihrer Infrastruktur. Denn bei den vielen Cloud- und Migrationsprojekten wird oft vergessen: Wenn nur ein simpler Access-Switch nicht zur Verfügung steht, dann kann ein Teil Ihres Unternehmens im Worst Case nicht mehr arbeiten. Egal wie viele Anwendungen und Systeme in Cloud Dienste migriert wurden. 

Ist das Netzwerk nicht da, ist der Zugriff auf IT-Systeme nicht da. Der Ausfall einer Netzwerk-Core-Komponente kann sogar die gesamte IT-Infrastruktur einer Organisation stilllegen. So kann es hohe Schäden und Umsatzeinbußen verursachen. Vor solchen Ausfallszenarien kann man durch proaktive Wartungen und den Austausch veralteter Hardware vorbeugen.

Alte Geräte sind oft nicht mehr auf dem neusten Software-Stand

Ein weiterer Aspekt für den Tech-Refresh der Netzwerkinfrastruktur findet sich im Security-Bereich. Ältere Switches, die seit Jahren ihren Dienst ohne große Probleme vorbildlich verrichten, sind gleichzeitig häufig am Ende ihres Produktlebenszyklus und somit herstellerseitig „End-of-Life“. 

In dieser Konstellation werden für das betroffene Gerät keine Updates und Security-Patches zur Verfügung gestellt. Auch werden keine Firmware-Bugs bereinigt. Im Fehlerfall oder beim Troubleshooting ist außerdem keine Unterstützung oder ein RMA-Tausch seitens des Herstellers mehr zu erwarten.  Im Zweifel können Systeme die sicherheitstechnisch nicht auf aktuellen Stand sind kompromittiert werden.

Mit neuen Switches technischen Standard halten

Nicht zuletzt ist auch der Funktionsumfang von aktuellen Netzwerkgeräten ein Grund für einen Tech-Refresh. Basic-Netzwerkkonnektivität für Clients können auch zehn Jahre alte Switches liefern. Einige Stackingfeatures, Administration aus der Cloud, redundante/modulare Lüfter und Netzteile sowie Multi-Gig-fähige Uplinkports sind aber erst bei neueren Switchmodellen verfügbar. 

Diese Features können einen echten Mehrwert für Ihre IT-Infrastruktur liefern. Dies betrifft das Risiko vor ungeplanten Downtimes und den daraus resultierenden monetären Verlusten. Zudem leidet die Performance Ihres Netzwerkes, die Möglichkeiten der Verwaltbarkeit und der Administration der Netzwerkumgebung darunter.  Sauber geplante Infrastrukturen lassen sich im Zweifel sogar im Live-Betrieb aktualisieren, ohne dass User Einbußen bei der Konnektivität erleiden müssen.

Auch die Verkabelung altert

Neben den aktiven Komponenten wird auch die strukturierte Verkabelung meist unterschätzt. Glasfaser- und Kupfer-Verbindungen, die teilweise zum Jahrtausendwechsel und noch davor in einigen Infrastrukturen implementiert wurden, sind nicht in der Lage aktuelle Standards der Netzwerktechnik zuverlässig zu übertagen. Übertragungsgeschwindigkeiten >= 10Gibt/s benötigen, gerade über längere Wege, aktuelle Glasfaserverbindungen wie OM4 / OS2. Auch die zunehmende Anzahl an PoE Geräten, welche Strom über das Netzwerkkabel beziehen, oder steigende Bandbreiten, machen Standards wie CAT5 im Kupferbereich zunehmend obsolet.

Neuster Stand der Technik = sicheres Arbeiten in Ihrem Unternehmen

All diese Gründe sprechen dafür, die Netzwerkinfrastruktur ins Visier zu nehmen und in diesen Bereich der IT zu investieren. 

Aber welche Features brauchen Sie konkret? Welcher Hersteller ist der richtige für den exakten Anwendungsfall? Welche Konfigurationshürden und häufigen Fehler sind bei einer Netzwerkinstallation zu beachten? Lohnt sich der hohe Invest in neue Netzwerkkomponenten im Vergleich zu einem „Weiter so wie bisher“ tatsächlich? 

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