CAD aus dem Homeoffice

von Andreas Bell
26. August 2022
11 Minuten zu lesen
Autor
Andreas Bell
Was mich antreibt ist, Unternehmen durch IT weiterzubringen und erfolgreicher zu machen. Ich verstehe mich als Ihr Partner, nicht als Verkäufer.
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  • Modern Workplace

Spätestens seit der Corona-Pandemie ist Homeoffice in aller Munde. Ob wir nun über Homeoffice oder mobiles Arbeiten sprechen – eine Frage steht immer im Raum: Was tun, mit Mitarbeitern, die Spezialanwendungen wie CAD nutzen?

Teamviewer ist keine Option

Ein Workaround: Den CAD-Rechner eingeschaltet lassen und per Teamviewer-Zugriff von zu Hause genehmigen. Für den Mitarbeiter eine wohl eher unbefriedigende Lösung. Schlechte Zugriffszeiten und eine unbefriedigende Darstellung schmälern die Usability. Abgesehen davon sind Workstations nicht auf einen 24×7-Betrieb ausgelegt.

Mobile Workstations sind teuer und häufig deutlich Leistungsschwächer als Tower-PCs mit leistungsstarken Grafikkarten. Zudem ist der Zugriff auf große CAD-Daten auf Firmenserver extrem langsam. Und da wir über Ihr geistiges Eigentum und Ihren Geschäftserfolg sprechen, ist es äußerst fragwürdig, die Daten außerhalb des Firmennetzes zu bearbeiten.

Unsere Lösung: Grafikvirtualisierung im VDI-Umfeld

Auf einem in Ihrem Datacenter betriebenen CAD-Hostserver werden VDI-Instanzen für Ihre Designer bereitgestellt. Durch die direkte Anbindung an den Storage-Pool, auf dem Ihre CAD-Daten abgelegt sind, haben Sie einen performanten Zugriff und Ihre Daten gelangen nicht außer Haus.

Der Zugriff auf die VDI-Umgebung erfolgt aus dem Homeoffice oder vom mobilen Arbeitsplatz aus via Citrix virtual Desktop oder VMware Horizon. Dazu reicht ein ThinClient aus, der nicht nur günstig, sondern auch einfach zu verwalten ist. Die optimierten Protokolle ermöglichen eine performante Arbeitsumgebung auch ohne teure synchrone Internetverbindung.

Keine gute End User Experience ohne richtiges Sizing

Neben der richtigen Auswahl von CPU, RAM und Festplattenspeicher spielen die Auswahl der Grafikkarte und der NVIDIA Grid Lizenzen, die Sie für den Betrieb benötigten, eine entscheidende Rolle. 

NVIDIA vApps Lizenzen beispielsweise bieten eine Profilauflösung von maximal 1280 x 1024 Pixel und sind nicht für Desktop Virtualisierung geeignet. Für virtuelle CAD-Workstations empfehlen sich vWS Lizenzen, die RTX Enterprise Software Features unterstützen. Ebenfalls unterscheiden sich die Lizenzen in der möglichen Anzahl an zuweisbarem Speicher für die jeweiligen vGPU Profile. 

Bei der Auswahl der Grafikkarten gilt es zu beachten, ob die GPU die Nutzung mehrerer vGPU Profile unterstützt und für den jeweiligen Einsatzzweck geeignet ist. Entry-Karten können genauso zum Problem werden wie Karten, die für AI Berechnungen optimiert sind. Schlussendlich muss neben dem Einsatzzweck auch die Anzahl der User und der pro VDI-Instanz benötige Speicher berücksichtigt werden.

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